Über 6200 Schutzengel sind bereits aktiv

13000 junge Kreisbürger bekommen Post

Das Verkehrssicherheitsprojekt Schutzengel im Kreis Gütersloh ist ein voller Erfolg. Über 6200 Engel haben sich bereits registrieren lassen. Es gab knapp 208000 Zugriffe auf die Internetseite "be-my-angel.de". Die Hotline haben über 2000 Interessierte angerufen; ebenso wurden im Zusammenhang mit dem Projekt über 3500 E-Mails beantwortet. Die Tendenz ist weiterhin steigend.
Die Unfallstatistik ist vielversprechend.

Erfreulicherweise war bereits in 2008 ein deutlicher Rückgang der Verunglücktenzahlen, insbesondere in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen zu verzeichnen, so dass man davon ausgeht, dass das Projekt selbst nach einer relativ kurzen Laufzeit von einem halben Jahr bereits Wirkung gezeigt hat. 2009 setzt sich dieser Trend bisher fort. Aktuell bereitet das Schutzengel-Team eine zweite Anschreibeaktion vor, um noch mehr junge Leute für das Projekt zu gewinnen.

Knapp 13.000 junge Menschen in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen werden dazu in den nächsten Wochen Post vom Kreis Gütersloh bekommen. Ist die Resonanz ähnlich wie beim ersten Mal, könnten so zirka weitere 3000 Engel geworben werden.

Das Projekt Schutzengel zielt ja bekanntlich darauf ab, die Zahl der Verunglückten in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen deutlich zu senken. Dazu sollen in dem am 1. Juli 2008 angelaufenen Projekt leibhaftige Schutzengel gleichen Alters auf diese Zielgruppe einwirken, damit die jungen Menschen sich gefahrenbewusst verhalten und nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen Auto fahren, nicht rasen und sich anschnallen.

Für Ihr Engagement erhalten die aktiven Schutzengel wiederum Vergünstigungen wie zum Beispiel Einkaufsrabatte oder vergünstigte Eintrittsgelder von Geschäften, Betrieben und Einrichtungen, welche das Projekt als Sponsor unterstützen.

Das Projekt kommt dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, sondern macht sich den Einfluss von Freundinnen und Freunden zu Nutze. Schutzengelprojekte nutzen dabei Erkenntnisse der Sozialwissenschaft. Die hat festgestellt, dass die Orientierung der Altersgruppe der jungen Fahrer stärker an Menschen ähnlichen Alters angelehnt ist. Die klassischen Wege der Verkehrserziehung, beginnend in Kindergärten, Schulen bis hin zu Fahrschulen, sowie mahnende Worte von Eltern, Lehrern und Polizeibeamten brachten bisher nicht den ausreichenden Erfolg.

Auch die repressiven Ansätze der Verkehrsüberwachung mit Geldbußen, Fahrverboten und ähnliches beschränken sich meist nur auf eine zeitlich begrenzte Wirkung. Deswegen sind der Kreis Gütersloh, die Polizei und die Verkehrswacht ständig auf der Suche nach innovativen Ansätzen und haben daher das Projekt Schutzengel im Kreis Gütersloh etabliert.

In Dänemark, wo das Projekt entwickelt und erstmalig durchgeführt wurde, sowie in anderen deutschen Bundesländern hat man ebenfalls großen Erfolg damit gehabt.